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Mehr Selbstdisziplin bitte!

20/09/2016

 

Die Bearbeitung der ungeliebten Excel-Tabelle? Reicht morgen auch noch. Und die Präsentation für nächste Woche? Hey, da poppt gerade eine neue E-Mail auf, ich schaue erstmal im Posteingang nach. Ein Kollege kommt auch noch vorbei und braucht Unterstützung. Klar, da helfe ich schnell, dauert ja nicht lange…

 

„Selbstdisziplin“, das klingt nicht angenehm. Eher nach Zwang, Verpflichtung, sich zusammenreißen. Auf jeden Fall anstrengend. Wenn zu mir jemand sagt „ich bin ein selbstdisziplinierter Typ“ stelle ich mir jemanden vor, der garantiert viel schafft. Aber auch wenig Spaß dabei hat. Nein, so will ich nicht sein! Und trotzdem mischt sich an manchem Abend das Gefühl, die ungeliebten Aufgaben wieder nicht erledigt zu haben mit der Aussicht, dass ich nicht darum herumkomme, sie in den nächsten Tagen anzugehen. Ja, etwas öfter „egal, ich hab zwar gerade keine Lust, aber jetzt mach ich’s trotzdem“ würde ich mir schon wünschen.

 

 

Was macht das so schwer?
 

Bei welchen Aufgaben sind wir anfällig für die „Verschieberitis“? Zum Beispiel wenn die Art der Aufgabe keinen Spaß macht. Wer lieber mit Kunden redet, als Excel-Kalkulationen zu machen, tendiert natürlich dazu, erstmal zum Telefon zu greifen. Auch fehlende Prioritätensetzung und Organisation, Impulsivität oder unklare Erwartungen können Gründe sein. Aber, sind das eigentlich Ursachen? Oder eher Symptome?

 

Die Kernfrage, die wir uns – meistens unbewusst – bei jeder Aufgabe stellen ist: „Für was mache ich das eigentlich?“. Wenn dieser Sinn, in dem was wir tun, fehlt oder uns nicht bewusst ist, erfordert es viel mehr Energie, sich trotzdem an die Arbeit zu machen. Dann wird Selbstdisziplin zu einer echten Herkulesaufgabe, die wir naturgemäß nur zeitweise bewältigen können – bis der innere Schweinehund wieder zuschlägt…

 

 

Disziplin ist der Unterschied zwischen dem, was du wirklich willst und dem, was du jetzt gerade willst

 

Was brauchen wir, um diesen inneren Schweinehund zu überwinden und uns gegen das zu entscheiden, was sich jetzt gerade angenehm anfühlt? Wir müssen wissen, was uns WIRKLICH wichtig ist! Etwas das uns begeistert, bei dem unsere Augen zu leuchten beginnen und für das wir bereit sind, auch mal auf den „Spatz in der Hand“ zu verzichten um näher an die „Taube auf dem Dach“ zu kommen. Wenn wir dieses übergeordnete Ziel konkret wissen ist es gar nicht mehr so schwer, das akute Bedürfnis in den Wind zu schlagen – weil das wirklich Wichtige viel attraktiver ist.

 

Die spannende Frage ist nur: wie genau wissen wir denn, was uns wirklich wichtig ist? Und wie konkret haben wir das definiert? Stichworte wie „Familie, Sport oder Zeit mit Freunden“ sind ein guter Anfang. Richtig starke Zugpferde zu mehr Selbstdisziplin werden Sie, wenn sie als konkretes Ziel formuliert sind. Also z.B. „Meine Familie hat höchste Priorität für mich, deshalb verbringen wir mindestens einen Tag pro Woche gemeinsam.“

 

 

Und auf einmal geht da was…

 

…und Selbstdisziplin erfordert gar nicht mehr so viel Anstrengung. Zeit, die wir uns nehmen, um unsere eigenen Prioritäten zu klären ist deshalb in vielfacher Sicht sehr gut investiert. Weil wir uns auf die Dinge konzentrieren können, die uns wichtig sind. Den Rest können wir dafür guten Gewissens sein lassen. Und eine bessere Keule gegen den „inneren Schweinehund“ gibt es wohl auch nicht.

 

Also, fangen wir damit an? Oder wollen wir doch noch lieber kurz die E-Mail im Posteingang…?

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